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Mechatroniklehre

: x-technik


Die zunehmende Digitalisierung impliziert eine Anpassung der Ausbildung. Daher sind Ausbildungswege wie z.B. der klassische Maschinen- und Anlagenbau nicht mehr gefragt. Nichts läuft mehr ohne Elektronik und neumoderne Informationssysteme. Das Credo lautet: Über den Tellerrand zu schaun – und genau das macht die Mechatronik.

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So sehen Sieger aus: Der erste Platz bei der Berufsstaatsmeisterschaft für Mechatronik (SkillsAustria) und damit die Gold-Medaille ging an Julian Aigner und Jürgen Anzinger von der Voest. Damit lösten die beiden das Ticket zur Teilnahme an der Berufs-WM (WorldSkills 2017 in Abu Dhabi / Vereinigte Arabische Emirate) und der Berufs-EM (EuroSkills 2018 in Budapest).

So sehen Sieger aus: Der erste Platz bei der Berufsstaatsmeisterschaft für...

Mechatroniker sind für die Herstellung, Montage und Instandhaltung mechatronischer Systeme im Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau zuständig. Sie stellen mechatronische Teile her, bearbeiten sie, bauen mechatronische Baugruppen zusammen und gleichen sie ab. Ein wichtiges Feld ihres Tätigkeitsbereichs sind die Elektrotechnik und Elektronik. Die Mechatroniker richten Leitungen zu, verlegen sie und schließen sie an. Sie messen elektrische und einschlägige nichtelektrische Größen und wenden mechanische und elektrische Schutzmaßnahmen an. Weiters
bauen Mechatroniker elektrische, pneumatische und hydraulische Steuerungen nach Schaltplänen auf und prüfen sie. Dabei reichen ihre Tätigkeiten auch in den EDV-Bereich hinein.

Modulare Lehre Mechatronik

Die
Antriebssysteme eines Flugzeuges, aber auch zahlreiche andere Maschinen und Anlagen bestehen aus mechanischen („mecha“) und elektronischen („tronisch“) Elementen. Mechatroniker stellen solche Anlagen her und bauen sie an den richtigen Stellen ein. Sie installieren die elektrischen Bauteile, schweißen die Werkstoffe zusammen und programmieren die Anlagen. Außerdem führen sie erforderliche Reparaturen durch.

Wichtige Ausbildungsinhalte:

• mechatronische
Teile herstellen und bearbeiten

• elektrische, pneumatische (mit Luftdruck betriebene) und hydraulische (mit
Flüssigkeitsdruck betriebene) Steuerungen aufbauen und prüfen

• mechatronische Systeme programmieren, installieren und in Stand halten

• mechatronische Baugruppen zusammenbauen und installieren

Lehrzeit:
3 ½ bis 4 Jahre

Abschluss: Lehrabschlussprüfung

Lehrbetriebe: Betriebe des Maschinen-, Anlagen- und Gerätebaus

Matura mit Lehre

Das technische Gymnasium Telfs bietet parallel zur AHS-Ausbildung – im Unternehmen Thöni in Telfs – den Lehrberuf
Mechatronik bzw. Maschinenbautechniker an.

Abschluss:

Lehreabschlussprüfung (4 Jahre),

Matura (5 Jahre)

Das CAP-Programm ermöglicht AHS-Schüler eine zusätzliche technische Ausbildung in Form einer Mechatronik-Lehre. Die Schüler kommen aus unterschiedlichen AHS, sind technisch interessiert und wollen neben einer soliden Allgemeinbildung die Mechatroniker Lehre abschließen.

Abschluss:

Lehreabschlussprüfung (4 Jahre),

Matura (4 Jahre)

Weitere Lehrberufe mit mechatronischem Inhalt:

Metalltechnik (Modullehrberuf)

Hauptmodul: Maschinenbautechnik

Maschinenbautechniker arbeiten in Planungs- und Konstruktionsbüros von Gewerbe- und Industriebetrieben des Maschinen-, Apparate- und Anlagenbaus. Sie entwickeln, planen und konstruieren Maschinen und Anlagen aller Art, wie z. B. Produktionsanlagen, Fertigungsstraßen, Werkzeugmaschinen, Verpackungs- und Transportanlagen. In der Regel sind sie auf bestimmte Bereiche wie z. B. Fahrzeugbau, Industriemaschinen, Montanmaschinen oder land- und forstwirtschaftliche Maschinen spezialisiert. Sie arbeiten weiters in den Bereichen Produktion(sleitung), Service und Reparatur oder Verkauf und Vertrieb.

Spezialmodul: Automatisierungstechnik

Die Automatisierungstechnik ist ein fachübergreifendes Gebiet, das sich mit der Automatisierung von Prozessen und Vorgängen beschäftigt. Eine Vielzahl automatisierter Abläufe in allen Bereichen der Produktion prägen Industrie und Technik von heute. Beispiele
dafür sind Roboter sowie die „mannlose“ Werkstatt. ExpertInnen, die automatisierte Anlagen und Produktionsvorgänge entwickeln und realisieren, wählen diese Ausbildungsrichtung.

Lehrzeit: 3 ½ bis 4 Jahre

Lehrbetriebe: Gewerbe- und Industriebetriebe aller Branchen, insbesondere Metall be- und
verarbeitende Betriebe, Betriebe des Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen-, Apparate- und Werkzeugbaus

Elektromaschinentechnik

Elektromotoren sind die umweltfreundlichen Triebwerke von heute und morgen. Ohne sie läuft nicht einmal ein Scheibenwischer. ElektromaschinentechnikerInnen stellen Geräte, Maschinen und Anlagen (z. B. auch Generatoren, Antriebs- und Förderanlagen, Schalttafeln, Haushaltsgeräte) her und montieren
sie am Verwendungsort. Sie sind auch für die Instandhaltung und die Reparaturen zuständig.

Lehrzeit: 3 ½ Jahre

Lehrbetriebe: Betriebe der Elektro- und Maschinenbauindustrie, Verkehrsbetriebe

Elektronik (Modullehrberuf)

Elektroniker entwickeln elektronische Bauelemente
(z. B. Leiterplatten, Sensoren) oder digitale Steuerungen und bauen diese in Geräte und größere Anlagen (z. B. Industrieanlagen, Produktionsanlagen, Kommunikationsanlagen) ein, setzen sie in Betrieb und stellen die Funktionen ein. Sie montieren und verdrahten Geräte, bestücken und löten Leiterplatten, beheben Störungen oder messen elektronische Schaltungen.

Lehrzeit: 3 ½ bis 4 Jahre

Lehrbetriebe: Industrie- und Gewerbebetriebe aller Branchen

Elektrotechnik (Modullehrberuf)

Modul:
Automatisierungs- und Prozessleittechnik

Die
Kerntätigkeiten der Elektroniker sind die Herstellung, Prüfung und Instandsetzung von elektronischen Bauelementen, Bauteilen und Baugruppen für Geräte, Maschinen und Anlagen. Auch die Herstellung, die Bestückung, der Zusammenbau, die Prüfung und die Instandsetzung von Leiterplatten und Printplatten fällen in ihren Tätigkeitsbereich.

Ausbildungsinhalte:

• Messgeräte
und Sensoren kalibrieren

• Messwerte anhand spezieller Programme erfassen, übertragen, verarbeiten und visualisieren

• Automatisierungs- und Prozessleitsysteme errichten, in Betrieb nehmen und optimieren

• Prozessabläufe in Produktionsanlagen ermitteln und analysieren

Lehrzeit:
3 ½ bis 4 Jahre

Lehrbetriebe: Industrie- und Gewerbebetriebe aller Branchen

Informationstechnologie – Technik (Modullehrberuf)

Es gibt kaum Berufe und Betriebe, die heute ohne EDV-Anlagen auskommen. InformationstechnologInnen im Bereich Technik beraten ihre Kunden bei der Auswahl der geeigneten EDV-Hard- und Software (Geräte und Programme). Sie installieren, konfigurieren (=aufeinander abstimmen) und prüfen Geräte, Netzwerke und erforderliche Software. Bei Fehlern und Störungen suchen sie diese mit speziellen Mess- und Prüfgeräten und beheben sie. InformationstechnologInnen und im Bereich Technik schulen die Kunden im Umgang mit den neuen Geräten und Programmen.

Lehrzeit: 3 ½ Jahre

Lehrbetriebe:
Unternehmen der IT-Branche, Unternehmen aller Branchen mit eigener IT Abteilung

Wichtig: Der Besuch der Berufsschule setzt im Normalfall eine (betriebliche) Lehrstelle voraus. Sie können sich Ihre Berufsschule NICHT aussuchen, sondern werden ihr zugewiesen. Da es keine Wahlmöglichkeit gibt, wir auf eine taxative Auflistung der Berufsschulen.

Hilfreiche Links:

www.ams.at

www.bic.at

www.berufslexikon.at

www.bmwfj.gv.at/Berufsausbildung

www.lehrvertrag.at

www.mechatroniker-ooe.at/index.php?id=1429

www.mechatronik-cluster.at

www.traumberuf-industrie.at

www.wko.at


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Mechatronik, Lehre

Im Gespräch

/xtredimg/2017/Mechatronik/Ausgabe182/14519/web/LCM_Homepage_0573_Kopie_Fotocredit_Meister_Eder.jpgPraktikum bei LCM
Redmer de Haan, Master Student in Maschinenbau an der Universität of Twente aus den Niederlanden, hat im Rahmen des Erasmus+ Programmes von November 2016 bis März 2017 bei der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) als Praktikant gearbeitet. Das Ziel des Praktikums war es, einen Control Algorithmus eines aktiven Schwingungsdämpfer-Demonstrators zu optimieren. Im Interview erzählt Redmer über die Unterstützung, seine Arbeitsaufgaben und das Arbeitsklima während seines 4-monatigen Praktikums:
Interview lesen >>

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