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Weg mit dem Prüfungsstress

: B&R


Prüfaufgaben deutlich flexibler und effizienter gestalten und zudem Kosten einsparen – so lautete die Zielsetzung der Firma Christ für seinen vollautomatischen Casepacker CaseTeq. Lichtgitter und klassische Bildverarbeitungssysteme kamen daher nicht mehr in Frage. Stattdessen setzt der Spezialist für Verpackungsmaschinen auf das vollständig integrierte Vision-System von B&R.

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Auf der Interpack 2020 wird Christ die erste CaseTeq mit integriertem Vision-System von B&R präsentieren. Das System ist flexibler als ein Lichtgitter und in der Handhabung deutlich einfacher als konventionelle Bildverarbeitungssysteme bei vergleichbarer Leistung.

Auf der Interpack 2020 wird Christ die erste CaseTeq mit integriertem Vision-System...

„Unsere Verpackungsmaschinen sind standardmäßig mit einer Produktanwesenheitskontrolle ausgestattet. Art und Umfang der erforderlichen Kontrolle unterscheiden sich allerdings je nach Kunde, verpacktem Produkt und Maschinentyp sehr“, erklärt Timo Bochtler, Leiter der Elektrotechnikabteilung bei Christ Packing Systems, warum in der Vergangenheit zwei verschiedene Prüfsysteme bei den Horizontal- und Vertikal-Casepackern der Firma Christ im Einsatz waren: Lichtgitter und klassische Bildverarbeitungssysteme.

Lichtgitter: Einfach aber unflexibel

Neben den geringen Komponentenkosten bietet die Kontrolle mit einem Lichtgitter einen weiteren Vorteil: Bei einer Formatumstellung lässt sich der Prüfschritt vom Anwender einfach über die Bedienerschnittstelle an die neuen Gegebenheiten anpassen. Er muss lediglich die Start- und Stopp-Position des Staplerschubs, also die Breite des Stapels, sowie die benötigten Strahlen und die entsprechende Verzögerungszeit einstellen. Allerdings müssen erst einige Testfahrten vor dem eigentlichen Produktionsstart absolviert werden. Anhand dieser wird festgestellt, ob die ausgewählten Lichtstrahlen auch zu zuverlässigen Ergebnissen führen.

Enthält die Lage bauchige Produkte, bilden sich zwischen den Produkten Spalten, durch die Lichtstrahlen dringen können – eine Fehlermeldung entsteht. Um dies zu vermeiden, muss der Bediener die Lichtstrahlen an den betreffenden Stellen deaktivieren. „Zum Teil müssen sogar zwei Strahlen übereinander deaktiviert werden, um einen reibungslosen Produktionsablauf
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Durch die enge Integration des B&R-Vision-Systems in die Engineeringumgebung Automation Studio ist das Programmieren für den Maschinenbauer deutlich einfacher.

Durch die enge Integration des B&R-Vision-Systems in die Engineeringumgebung...

zu ermöglichen. Das geht aber zu Lasten der Qualität der Vollständigkeitsprüfung. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Bediener bei einem Formatwechsel übersehen, eigentlich erforderliche Strahlen wieder zu aktivieren“, berichtet Bochtler aus der Praxis. Zudem stößt das Lichtgitter schnell an seine Grenzen, wenn eine Lage aus vielen kleinen Produkten besteht oder sich die Kundenanforderungen ändern.

Klassische Kameralösung: Komplex, umständlich und teuer

Bei einem Horizontal-Casepacker lässt sich ein Lichtgitter prozessbedingt nicht einsetzen. Daher verwendete Christ für die Vollständigkeitsprüfung bei dieser Maschinenvariante bisher eine Kamera, die an der Pick-and-place-Achse montiert ist. Der Spezialist für Verpackungsmaschinen setzte dabei auf ein konventionelles Bildverarbeitungssystem, das aus einer Kamera, einer Optik, einem Bilderarbeitungssystem sowie einer speziellen Bildverarbeitungssoftware und gegebenenfalls einer Beleuchtung besteht.

Diese Lösung ist im Vergleich zum Lichtgittersystem wesentlich teurer und aufwendiger, aber auch deutlich flexibler, leistungsfähiger und prozesssicherer. Es können Bündelkontrollen und komplexere Prüfaufgaben wie Lage- oder Mustererkennung durchgeführt und Codes sowie Klartext gelesen werden. Allerdings schlagen bei der Kameralösung hohe Anschaffungskosten für Hard- und Software zu Buche. Und auch der zusätzliche Aufwand für den Programmierer der Maschine ist nicht zu vernachlässigen: Da es sich bei konventionellen Bildverarbeitungssystemen in der Regel um Stand-alone-Systeme handelt, müssen sich die Programmierer mit proprietärer Software und zusätzlichen
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Der vollautomatische Horizontal-Casepacker CaseTeq von Christ ist eine leistungsstarke, vollautomatische Maschine zum Aufrichten, Beladen und Verschließen von vorgeklebten Versandkartons. Zukünftig übernehmen Kameras von B&R diverse Prüfaufgaben.

Der vollautomatische Horizontal-Casepacker CaseTeq von Christ ist eine leistungsstarke,...

Schnittstellen auseinandersetzen.

Nicht unerheblich für die Beteiligten ist auch, dass das System bei der Montage und bei jedem Hardware-Tausch im Feld kalibriert werden muss. „Wir sind versierte Maschinenbauer, aber keine Kameraspezialisten. Für uns lässt sich daher auch kaum abschätzen, wann eine Beleuchtung erforderlich ist und wann nicht“, nennt Bochtler einen weiteren kritischen Aspekt konventioneller Kameralösungen. Plant ein Maschinenbauer in so einer Situation die Beleuchtung aus Kostengründen nicht ein, läuft er Gefahr, kurzfristig nachrüsten zu müssen. Sieht er dagegen von Anfang an die Beleuchtung vor, obwohl sie am Ende nicht gebraucht wird, entstehen unnötige Zusatzkosten.

Die Lösung: Das integrierte Vision-System von B&R

Als B&R sein integriertes Vision-System bei den Verantwortlichen von Christ vorstellte, war das Interesse sofort geweckt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die enge Integration des Vision-Systems in die Engineeringumgebung Automation Studio von B&R ist das Programmieren für den Maschinenbauer deutlich einfacher. Er kann alle Kamerafunktionen nutzen und in die Maschinenanwendung einbauen, ohne die gewohnte Automatisierungswelt zu verlassen. Spezielles Know-how für die Bildverarbeitung ist nicht erforderlich. Die Einarbeitungsphase ist entsprechend kurz.

Je nach Anforderungsprofil können Anwender aus einem umfassenden Angebot wählen. Das schließt unterschiedliche
Kameratypen mit integrierter Beleuchtung, diversen Auflösungen sowie Zubehör wie externe Leuchten ein. Der Clou dabei: Alle Komponenten sind Teil eines durchgängigen Systems. Sie hängen in einem Netz und werden von derselben Applikation gesteuert. Entsprechend lassen sich Blitz und Bildeinzug im Sub-Mikrosekundenbereich synchronisieren und damit die maximale Leistung der Beleuchtungs-LEDs ausnutzen.

Skalierbar und einfach in der Handhabung

Wird nur eine Bildverarbeitungsfunktion wie eine QR-Code- oder Lage-Erkennung benötigt, reicht die Kameravariante Smart Sensor von B&R aus. Anders als bei vielen Geräten dieser Klasse muss nicht für jede benötigte Funktion eine eigene Kamera-Hardware vorgehalten werden. Der Anwender konfiguriert die Funktion des Smart Sensors je nach Bedarf einfach mit Automation Studio selbst.

Sollen mehrere Funktionen gleichzeitig zum Einsatz kommen, ist ein Umstieg auf die leistungsfähigere Variante Smart Camera problemlos möglich. Die Applikationssoftware sowie alle bereits ermittelten Parameter und Modelle können weiterverwendet werden. Die Kamera ist inklusive Optik werkseitig bereits kalibriert, sodass dieser Schritt bei der Inbetriebnahme des Vision-Geräts von B&R entfällt. Die Installation ist denkbar einfach, da die Kamera alle benötigten Einstellungen automatisch von der Steuerung erhält.

Produktwechsel auf Knopfdruck

Auch der Anwender profitiert klar von der engen Integration der B&R-Lösung. Da sich die Parameter inklusive Fokuseinstellung in Rezepten hinterlegen und auf Knopfdruck wiederherstellen lassen, ist auch ein Formatwechsel schnell erledigt. „Selbst wenn die Daten für ein Produkt oder Format noch nicht vorliegen, ist das kein Problem. Es muss nur ein Produkt angelernt und die Anordnung der Produkte in der Lage angegeben werden. Den Rest erledigt das System automatisch. Das ist ein Aspekt, der mir besonders gefällt“,
sagt Bochtler.

Ein Produktwechsel gestaltet sich noch einfacher, wenn auch die Maschinensteuerung von B&R kommt, wie das bei Christ der Fall ist. Die Konfiguration und Rezeptverwaltung lässt sich dann direkt in die Visualisierung integrieren. Für die Diagnose können die vertrauten Werkzeuge von Automation Studio genutzt werden. Unterstützt wird der Programmierer dabei durch die B&R-Softwarekomponente mapp Vision mit der integrierten Machine-Vision-Bibliothek HALCON von MVTec. Diese stellt vorgefertigte und bewährte Algorithmen für die Positionsbestimmung, Vollständigkeitskontrolle, Qualitätsbewertung, Vermessung und Identifikation bereit. „Automatisierungsspezialisten wie wir können so das Thema Bildverarbeitung nach kurzer Einarbeitungsphase ohne externe Hilfe abdecken“, freut sich Bochtler.

Aufgrund der Vorteile, die das B&R-Vision-System bietet, entschied sich Christ auf der Branchenmesse Interpack 2020 einen ersten vollautomatischen Horizontal-Casepacker vorzustellen, bei dem die Anwesenheitskontrolle mit der neuen Kameratechnik von B&R durchgeführt wird. Das Unternehmen will zeitnah weitere Prüfschritte mit dem Vision-System von B&R umsetzen und sukzessive alle anderen Endverpackungsmaschinen auf die neue Prüflösung umstellen.

Auf der Interpack 2020 wird Christ die erste CaseTeq mit integriertem Vision-System von B&R präsentieren. Das System ist flexibler als ein Lichtgitter und in der Handhabung deutlich einfacher als konventionelle Bildverarbeitungssysteme bei vergleichbarer Leistung.
Durch die enge Integration des B&R-Vision-Systems in die Engineeringumgebung Automation Studio ist das Programmieren für den Maschinenbauer deutlich einfacher.
Der vollautomatische Horizontal-Casepacker CaseTeq von Christ ist eine leistungsstarke, vollautomatische Maschine zum Aufrichten, Beladen und Verschließen von vorgeklebten Versandkartons. Zukünftig übernehmen Kameras von B&R diverse Prüfaufgaben.



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/xtredimg/2017/Mechatronik/Ausgabe182/14519/web/LCM_Homepage_0573_Kopie_Fotocredit_Meister_Eder.jpgPraktikum bei LCM
Redmer de Haan, Master Student in Maschinenbau an der Universität of Twente aus den Niederlanden, hat im Rahmen des Erasmus+ Programmes von November 2016 bis März 2017 bei der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) als Praktikant gearbeitet. Das Ziel des Praktikums war es, einen Control Algorithmus eines aktiven Schwingungsdämpfer-Demonstrators zu optimieren. Im Interview erzählt Redmer über die Unterstützung, seine Arbeitsaufgaben und das Arbeitsklima während seines 4-monatigen Praktikums:
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