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Titan Arm verstärkt menschliche Kraft

: x-technik


Titan Arm, ein batteriebetriebener Oberkörper-Roboterarm, der die menschliche Kraft unmittelbar verstärkt, hat den James Dyson Award 2013 gewonnen. Durch die Erhöhung der Armkraft um 20 Kilo, unterstützt Titan Arm die Rehabilitation von Patienten mit Rückenverletzungen und ermöglicht ihnen, Muskeln wiederaufzubauen und die motorische Kontrolle wieder zu erlernen. Die Exoskelett-Technologie hilft auch Menschen, die bei ihrer täglichen Arbeit schwere Gegenstände heben müssen.

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v.l.n.r. Elizabeth Beattie, Nick McGill, Nick Parrotta

v.l.n.r. Elizabeth Beattie, Nick McGill, Nick Parrotta

Der James Dyson Award geht heuer erstmalig an ein Projekt aus den USA.

Das geniale kostengünstige humane Exoskelett – Titan Arm – gewinnt den James Dyson Award 2013. Nach Angaben des Arbeitsministeriums der Vereinigten Staaten ist der manuelle Transport die Hauptverletzungsursache bei amerikanischen Arbeitnehmern und bei vier von fünf der Verletzungen ist der untere Rückenbereich betroffen. Insgesamt kosten Verletzungen des Oberkörpers den amerikanischen Staat jährlich 50 Milliarden US$ (ca. 37 Milliarden Euro).

Über Titan Arm

Titan Arm löst zwei unterschiedliche Probleme: Gegenwärtige Exoskelett-Projekte konzentrieren sich vorwiegend auf den Unterkörper, während Lösungen für Verletzungen des Oberkörpers von der Industrie aufgrund der komplizierten Reproduktion von Armbewegungen häufig vernachlässigt wurden. Der Titan Arm verstärkt die Armkraft, während die steife Rückseite die Körperhaltung aufrecht erhält und die Schultergurte das Gewicht gleichmäßig verteilen. Der endgültige Prototyp verfügt über eine Schulter mit drei Drehgelenken, die dem Anwender einen freien Bewegungsumfang ermöglichen, der ideal für die Physiotherapie geeignet ist. Diese Gelenke ermöglichen die gemeinsame Rotation zweier Bauteile, ähnlich wie bei einem Ellbogen.

Ständige Fahrten zum Krankenhaus
sind kostspielig und unkomfortabel. Die Sensoren des Titan Arms erfassen die Bewegungen des Nutzers und leiten die Daten an Ärzte zwecks einer Ferndiagnose weiter, was die Physiotherapie für die Patienten komfortabler gestaltet.

Das Team

Ein Team aus vier Maschinenbaustudenten der University of Pennsylvania widmete sich über acht Monate der Entwicklung von Titan Arm. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, den Arm mit Hilfe modernster 3D-Drucktechniken auf spezifische Anwender individuell abzustimmen.

Elizabeth Beattie ist Doktorandin für Maschinenbau im ersten Jahr. Sie verfügt über fünfjährige Erfahrung in der Orthopädiebranche. Nick McGill ist in einem Master-Studiengang für Robotik eingeschrieben. Er ist besonders an eingebetteten Systemen und mechanischer Konstruktion interessiert. Nick Parrotta absolviert den Master-Studiengang für Maschinenbau und ist auf Konstruktions- und Herstellungsverfahren spezialisiert. Niko Vladimirov machte seinen Abschluss im Jahr 2013. Er arbeitet jetzt für IDEO, ein namhaftes Entwicklungs- und Innovationsunternehmen in Kalifornien, das an der Pionierarbeit für die erste Maus von Apple beteiligt war. Sein Interesse gilt vorrangig der Synthese von Mechatronik und mechanischer Konstruktion.

v.l.n.r. Elizabeth Beattie, Nick McGill, Nick Parrotta


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